Pater Josef Kentenich Portraits

Am 15. September 2018 werden es 50 Jahre, seit Pater Josef Kentenich, der Gründer der Schönstatt-Bewegung, von Gott in die Ewigkeit heimgerufen wurde. Aus diesem Anlass begeht die internationale Schönstatt-Bewegung vom 15. September 2017 bis 15. September 2018 ein "Kentenich-Jahr".

Dieses besondere Jahr wurde am 15. September 2017, zur Todesstunde Pater Kentenichs, morgens um 7.00 Uhr, in einem Gedenkgottesdienst eröffnet. Pater Juan Pablo Catoggio, Vorsitzender des Generalpräsidiums der internationalen Schönstatt-Bewegung, betonte zu Beginn der heiligen Messe:  „Wir sind international verbunden mit allen, die sich heute besonders um unseren Vater und Gründer scharen. Stellvertretend für die weltweite Schönstattfamilie, eröffnen wir im Blick auf den 50. Todestag im Jahr 2018 heute hier das Kentenich-Jahr“.

Feierlicher Gedenkgottesdienst in dr Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt (Foto: Brehm)

Feierlicher Gedenkgottesdienst in dr Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt (Foto: Brehm)

Predigt: P. Juan Pablo Catoggio, Vorsitzender des Generalpräsidiums der internationalen Schönstatt-Bewegung  (Foto: Brehm)

Predigt: P. Juan Pablo Catoggio, Vorsitzender des Generalpräsidiums der internationalen Schönstatt-Bewegung  (Foto: Brehm)

Zur frühen Morgenstunde versammelte sich eine große Gottesdienstgemeinschaft zum Gedenken des 49. Todestages von Pater Josef Kentenich (Foto: Brehm)

Zur frühen Morgenstunde versammelte sich eine große Gottesdienstgemeinschaft zum Gedenken an Pater Kentenich (Foto: Brehm)

Das Charisma des Gründers weitergeben

In seiner Predigt unterstrich der Generalobere der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres, dass es dem Kentenich-Jahr nicht in erster Linie um die geschichtliche Erinnerung gehe, also dankbar zu sein, dass Schönstatt seine Existenz dem Gründer schulde. Vielmehr gehe es „um die Identität Schönstatts, um die Existenz- und Zukunftsfrage der Bewegung.“

Schon Papst Johannes Paul II habe dies 1985 ausgedrückt, als er die Schönstätter bei einer Audienz erinnerte: „Ihr seid berufen, an der Gnade, die euer Gründer erhalten hat, teilzuhaben und sie der ganzen Kirche anzubieten. Denn das Charisma der Gründer erweist sich als eine geistgewirkte Erfahrung, die den eigenen Schülern überliefert wurde, damit sie danach leben, sie hüten, vertiefen und ständig weiterentwickeln, und zwar in der Gemeinschaft und zum Wohl der Kirche.“ (20. 9. 1985)

Gib uns von seinem Feuer

Catoggio verwies auf die 1. Lesung der Messfeier aus dem Buch Numeri (Nu 11,16-17, 24-25). Das Volk Israel ist zu groß geworden. Mose kann es nicht allein schaffen, das Volk zu führen. Er spricht mit Gott und dieser bittet ihn siebzig der Ältesten zu versammeln. „Dann komme ich herab. …Ich nehme etwas von dem Geist, der auf dir ruht, und lege ihn auf sie.“ Vielleicht – so Catoggio – gehe es in diesem Kentenichjahr darum, dass Gott etwas von dem Geist, der auf dem Gründer ruhte, auf „uns legt“, wie es im Gebet zu diesem Jahr formuliert ist: „Gib uns von seinem Feuer, gib uns von seinem Gründergeist, lass sein Charisma in uns lebendig sein!“

Dieses Charisma sei weder Privileg, noch ausschließliche Sache einiger weniger. Nur im Miteinander könnte die volle Gestalt Pater Kentenichs, sein Charisma dargestellt werden, „eine schwierige, eine herausfordernde, eine mühsame Puzzlearbeit.“ Papst Franziskus habe das ganz treffsicher in einer Begegnung mit den Schönstatt-Patres formuliert: „Ihr wisst, dass ein Charisma kein Ausstellungsstück im Museum ist, das dort unangetastet in der Vitrine bleibt, um betrachtet zu werden, und nichts weiter. Die Treue, das Charisma in seiner Reinheit zu erhalten, das bedeutet nicht, es in einer versiegelten Flasche zu verschließen, als wäre es destilliertes Wasser, das von außen nicht verunreinigt werden darf. Nein, das Charisma bewahrt man nicht, indem man es absondert. Man muss es öffnen und es herauskommen lassen, damit es mit der Wirklichkeit in Kontakt kommt, mit den Menschen, mit ihren Sorgen und Problemen. Und so, in dieser fruchtbaren Begegnungmit der Realität wächst das Charisma, erneuert sich. Auch die Wirklichkeit verändert, verwandelt sich durch die geistliche Kraft, die dieses Charisma in sich trägt“. (Papst Franziskus,3.9.2015)

Eine neue Kultur des Bündnisses

Das Charisma des Vaters und Gründers sei die Sendung der Schönstattfamilie, sei der Beitrag Schönstatts für die Kirche und die Gesellschaft. Dieses Charisma solle die Wirklichkeit verwandeln und eine neue Kultur des Bündnisses inspirieren. Das wiederum könne nur geschehen, wenn die Rebe mit dem Weinstock verbunden bleibe, wenn „wir in ihm bleiben“. Pater Catoggio schloss seine Predigt mit dem Wunsch und der Bitte „für uns alle am heutigen Gedenktag: Ich habe euch auserwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt!

Eröffnung des Kentenichjahres 2018 in der Gründerkapelle

Nach dem Schlusssegen des Gottesdienstes versammelten sich die anwesenden Mitglieder des Generalpräsidiums, weitere Vertreter der Gemeinschaften sowie alle Priester in der Gründerkapelle, am Sterbe- und Beisetzungsort Pater Kentenichs um gemeinsam das für das Kentenich-Jahr formulierte Gebet zu sprechen. Mit diesem schlichten Vorgang, der von www.schoenstatt-tv.de live ins Internet übertragen wurde, wurde das nun beginnende Kentenichjahr 2018 offiziell eröffnet.

(Quelle: schoenstatt.de)

 Download der Predigt von Pater Juan Pablo Catoggio

 

Ein eigens formuliertes Gebet zum Kentenich-Jahr wurde in mehreren Sprachen herausgegeben.

Ein weiteres Angebot ist eine Broschüre mit Audio-CD, Text und Originalaufnahme der Predigt von Bischof Heinrich Tenhumberg bei der Beisetzung von Pater Kentenich am 20. September 1968.

Beides kann im Sekretariat Pater Kentenich bestellt werden. Siehe auch unter Bestellung